Samstag, 14. November 2009

Und zu guter letzt: Wer ich bin und wenn ja wie viele..

Georg Baselitz (alias Lina Rosa): Ein mal Lina, 2009

Georg Baseitz: Sieben mal Paula, 1987/88
via sammlung-frieder-burda

Wenn ich eine Dresdner Frau gewesen wär,
Hätte Baselitz mich bestimmt gemalt
(und gut bezahlt)
Natürlich kopfüber - ist doch Ehrensache!

„One Minute Sculptures“ oder Mr. Wurm in München


Bilder via Lenbachhaus - Kunstbau

Nicht nur sein Name, auch seine Arbeiten erscheinen "one Minute" von skurril satirischem Humor geprägt. Aber nur "one Minute", denn Erwin Wurm ist doch mehr als nur ein Wurm im Kunstgeschäft - und das nicht nur weil er teuer ist (behaupte ich mal einfach so). Denn eine (fröhlich) surreale Szenerie jagt bei dem österreichischen Künstler die nächste: "One Minute Sculptures" - Orangen im Dekolleté, Bananen im Schritt, Eimer auf dem Kopf, Stühle im Genick - das machte den Herrn Wurm zu einem berühmten Mann, denn er lies ürsprünglich die Besucher seiner Ausstellung in derartigen Situationen positionieren um sie dann zu fotografieren. Noch mehr amüsante Ideen des Mr. Wurms wurden sehr schön zusammengefasst in einem Artikel des Spiegel Online von 2007 anlässlich einer Hamburger Ausstellung. Trotz allem Frohsinn begleiten seine Arbeiten eine Bloßstellung bedrückender Art, die den Ernst der Sache verdeutlichen.
Vom 17. Oktober bis 31. Januar werden einige seiner Arbeiten im Lenbachhaus München zu sehen sein.

Ohne Uns! - Auf jeden Fall mit mir!


Unter dem Motto Kunst und alternative Kultur in Dresden vor und nach '89 rüstet sich die Stadt mit gleich vier Ausstellungsorten und zahlreichen Superkünstlern wie A.R. Penck, Eberhard Havekost oder Lutz Dammbeck. Noch bis 17.01.2010 läuft die Ausstellung Ohne Uns! in der Motorenhalle, der Prager Spitze, der Gedenkstätte Bautzner Straße sowie im Lichthof des Rathauses und im Foyer des Kulturpalasts.

Super Art Market - "...und ein gutes Geschäft ist die beste Kunst" (A. Warhol)




Pictures from here.

Die wunderbare Frage, Wozu Menschen malen, der sich nicht nur Bildanthropologen zuwenden, erfährt ihre radikale Antwort in dem Dokumentarfilm Super Art Market. Denn längst sind die Zeiten der selbstreflexiven oder revolutionären Kunst, ja sogar die Zeiten der l'art pour l'art zurückgewichen um einem viel wesentlicherem Ziel Platz zu machen: Geld. Wir reden hier über den aktuellen Kunstmarkt und in diesem Kontext die Frage zu stellen, was (gute) Kunst eigentlich ist, ist nicht nur überflüssig, sondern gleichwohl ein tabu - Ein Sotheby Auktionator jedoch sprach es ganz nüchtern aus: "Was teuer ist, ist auch gut." So is it. That's (post)modern life. So begründet auch Regisseur Zoran Solomun in einem Interview seinen Entschluss für das Thema wie folgt: "Kunst ist Ware wie jede andere, da gibt’s keine großen Unterschiede." (Das ganze Interview könnt ihr hier herunterladen).
Im Zentrum des Filmes stehen fünf der erfolgreichsten Galeristen weltweit wie Leo König aus den USA oder auch Judy Lybke aus Deutschland sowie bedeutende Künstler a là Martin Eder, Julian Schnabel oder Kelli Williams.

Kunst und Markt - ein diskursfähiges Thema (dies sei eine Anregung). Ich selbst unterwerfe mich lieber noch der Verklärung und unterstelle den Künstlern daher tiefgründigere Intensionen...(Aber ich glaube, dass macht man einfach so als Kunsthistoriker :-)

Achja...die komplette Doku gibt es häppchenweise auf YOU TUBE (lohnt sich).

Samstag, 7. November 2009

An einem unbekannten Ort...

Andy Warhol Selbstporträt, 1965
Siebdruck auf Leinwand

Bild und weitere Infos via ZEITonline.

...versteckte sich dieses Selbstporträt Andy Warhols ganze vier Jahrzehnte lang. Er hatte es einer Mitarbeiterin seiner berühmten FACTORY geschenkt, die es dann bis heute in ihrem Schrank versteckte. Nun soll es versteigert werden und mindestens 1 Million Dollar einbringen (nichts gegen seine "Orange Marylin", die ebenfalls bei einer Southeby's Auktion für 15,75 Millionen Dollar verkauft wurde), zumindest erhofft sich dies das Auktionshaus Southeby's für die Herbstauktion am 11.11. (11.11 Uhr?). Das kann ja nur genauso bunt werden, wie die Farben des Porträts - denn ein Vorteil bot das Versteck dann doch: die Farben sind auf Grund der dunklen Lagerung wie neu - so ganz in alter Frische!
Mein liebstes Selbstporträt ist jedoch noch immer dieses (was 2002 bei Southeby's für 2,8 Millionen Dollar rausging):


Andy Warhol Selbstporträt, 1986
Siebdruck auf Leinwand
203,2*203,2 cm

Bild via FAZ.

Freitag, 6. November 2009

I love ....

...PERFORMANCE!

Annegret Soltau, Permanente Demonstration am 19.1.1976

Bilder und mehr bei KUNST-BLOG

Sonntag, 1. November 2009

Cocker Spaniel and Other Tools

Martin Eder: Ölbild "Solitude", 2003

Johannes Eduard Wolff: "Mädchen mit Dackel", 1. Hälfte 19. Jahrhundert

Das Ausstellungkonzept: fragwürdig. Die Bilder: grandios. Statt den berühmten Perserkatzen Eders gibt es nun "Schoßhündchen, Köter, alte Knochen". Verblüffend, diese Vielschichtigkeit des Hundes in der Kunstgeschichte. Doch alleine die auserwählten Werke Martin Eders sollten in die Kunsthalle zu Kiel (deren HOMEPAGE fantastisch ist) verführen. Bis 10. Januar 2010.