Dienstag, 24. November 2009

Herzlich Willkommen..

..Leser Nr. 3: Maja!
Zur Feier des Tages gibt es ein Gewinnspiel...
Wer die obigen Bildausschnitte wiedererkennt und mir Künstler, Werk und (dass muss schon sein zu Zeiten von Google) Jahr nennen kann, der erhält eine exklusive Lina-Rosa-Wundertüte!
Jeden Tag der Unwissenheit folgt ein weiterer Hinweis (Wenn nicht der relativ eindeutige Bildausschnitt genügt), der sich in einem folgenden Ausschnitt oder sonstigen Hintergründen zu Werk und/oder Künstler äußert.
Also - Ran ans Eingemachte! Der erste richtige Kommentar gewinnt!
Bitte eMail-Adresse im Kommentar hinterlassen, damit ich den Gewinner auch benachrichtigen kann.

Es gibt auch Trost"preise" - also meine drei Leser, fühlt euch ermutigt! :-)

Die Inszenierung der Kunst(schaffenden) oder: Die Kunst der Inszenierung

Damien Hirst von hier.

Terence Koh via zimbio



Video via Supreme Beeing

"Lernt ihr eigentlich auch zu malen, oder besuchst du nur die Marketing Vorlesungen?" vergnügte sich gestern ein alter Freund meines Bekannten über dessen ganz neuen, eigenartigen Lebens- und vor allem Kleidungsstil, den er sich seit seiner Zeit an der Kunsthochule angeeignet hat.

Ja auch ich musste lachen, denn tatsächlich sah er früher ganz "normal" aus - jedenfalls ist die Frage doch recht aktuell, denn es scheint so, als erwarten viele Menschen von einem authentischen Künstler "etwas" Nicht-Normalbürgerliches. Anders muss er sein, sonst wäre er ja kein Künstler - denn alle Künstler sind ja anders. Am besten sollte sich sein Leben einem rauschhaften, alkoholischen Wandel unterziehen mit aufregenden Drogen- und Partyerlebnissen, welche die Kreativität doch ins unermessliche steigern sollen. Schließlich hätte Dalí ohne Drogen auch nie solche Bilder gemalt und hätte sich van Gogh kein Ohr abgeschnitten wäre seine Lebensgeschichte - und damit sein Künstlerdasein nur halb so aufregend gewesen.

Doch warum in der Vergangenheit schwelgen, wenn sich ganz aktuell wahrlich wunderbare Entertainer anbieten, um die Vorstellung des ach so exzentrischen Künstlers aufrecht zu erhalten. Der chinesisch-kanadische Künstler Terence Koh beispielsweise (schaut euch um Gottes Willen UNBEDINGT seine Website an!) ist die Performance-Diva schlechthin. Aber auch Damien Hirst ist mindestens so bekannt für seine Party-Exzesse und seinen Pillenkonsum wie für seine Kunst. Was soll man auch anderes Erwarten in einer derartig bild- und medienorientierten Zeit?

Aber was kann man unseren Künstlern eigentlich vorhalten? Wie uns allen geht es auch ihnen nur um das eine. Man muss es sich ja auch mal gutgehen lassen!


Kennt ihr schon...



...Stella Hamberg?
Als Berserker wird in mittelalterlich, skandinavischen Quellen ein im Rausch Kämpfender bezeichnet, der keine Wunden oder Schmerzen mehr wahrnimmt. Der Titel ist auch eine Setzung. Berserker sind Legende und Berserker sein ist Wirklichkeit. Es geht schließlich um den tobenden Wahnsinn, der in uns wacht. Um die Suche nach dem Ausnahmezustand und den Willen Grenzen zu sprengen. Maß- und rücksichtslose Methoden auf der einen Seite und der Wunsch nach einem Leben ohne Zwänge auf der anderen. Der Begriff Berserker birgt sowohl das sinnlose und funktionalisierbare Wüten, als auch die Fähigkeit sich für etwas aufzugeben, für etwas zu kämpfen. Die Kraft der totalen Sehnsucht und die Fähigkeit, die Angst vor dem Tod zu besiegen. Die Plastiken selbst wollen nichts erklären. Sie sind Bild. Die Gegensätze fallen zusammen. Liebe Hölle. Sie sind Frage und stoische Gewissheit. Bewegung und Widerstand. Material und Willen. Anarchie und Alchemie. Die totale Ruhe.
Stella Hamberg, April 2008 über ihre Ausstellung Berserker.

(Quelle ist die Galerie EIGEN + ART)

Schadenfreude in der Galerie EIGEN + ART in Leipzig



Bilder via EIGEN + ART

...noch bis 19.12.1009. Gut zusammengefasst werden nähere Informationen sowie Hintergründe zur Ausstellung HIER.

Montag, 23. November 2009

28.11.2009 - 7.03.2010



Bilder via Zeit.

...gibt es Peter Roehr im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt. Der 1968 mit nur 23 Jahren verstorbene Künstler wird zur Zeit wiederentdeckt - und zwar in seiner Heimatstadt Frankfurt. Von diversen Zeitungen wird er nun als "deutscher Warhol" bezeichnet - wie viel dahinter wirklich steckt muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Ich wehre mich wehement dagegen, da er außer der Motiv-Verfielfältigung, wie es für Warhol üblich war, doch einen ganz anderen Stil pflegte - sowohl in Technik, als auch in Motiv und Bildaussage - natürlich!

Samstag, 21. November 2009

Städel Museum in Frankfurt besuchen...

Vier Szenen aus dem Leben des heiligen Zenobius (um 1500)
Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden


...ok, dass muss schon sein - jetzt schreibe ich es doch hier hinein - und zwar von der viel umworbenen Botticelli-Ausstellung in Frankfurt. Denn das Thema unter der diese Ausstellung steht ist "Das Rätsel der Frau - Geheimnisse in den Bildern Botticellis". Na da bin ich ja mal gespannt. Ich denke sehenswert ist es allemal, zudem man endlich einmal dazu kommt, sich die wirklich guten Arbeiten Botticcellis anzusehen - in einzigartig komprimierter Form - und sich endlich neue Bilder von ihm ins Gedächtnis zu rufen, außer der "Geburt der Venus" (das lade ich hier nun wirklich nicht hoch..)
Ich besuche sie übernächstes Wochenende - und bin sowas von gespannt...
P.S. Auch die Hompage dazu ist ganz fantastisch, zudem einen kleine Avatare von Kunsthistorikern einige Bilder von ihm zeigen und erklären. (Einfach ein Bild anklicken und los geht das ganze Vergnügen)


Jeanne-Claude..

Package (1958)

Wrapped Night Table (1960)

Wrapped Fauntain (1968) in Spoleto, Italien

Wrapped Coast (1968-69) in Little Bay, Australia

Running Fence (1972-76) in Sanoma und Marin Counties, California

The Gates (1975-2005) im Central Park von NY

Christo und Jeanne-Claude vor ihren Wrapped Trees (1997-98)

Diese und noch mehr Bilder findet ihr HIER.

Christo und Jeanne-Claude, eine unzertrennbare Einheit - die perfekte Kombination aus Kreativität und Vermarktung, so schien es bis jetzt. Denn Jeanne-Claude ist mit 74 Jahren an Hirnbluten gestorben. Laut ZeitOnline lies Christo sogleich mitteilen, dass die anstehenden Projekte ("Over the River" für den Arkansas Fluss in Colorado und "The Mastaba" in den Vereinigten Emiraten) fortgeführt werden - Das Phänomen des größten Künstlerpärchens lebt weiter.
Bekannt mit den beiden wurde ich über meine Kunstlehrerin, die immer wieder voller Stolz ihren Kursen bekannt gegeben hat, dass sie eines dieser wunderbaren Stoffquadrate des verhüllten Berliner Reichstages ergattert und ihrer Wohnung hängen hatte (und bestimmt noch hat). Zwar war mir dies immer etwas suspekt - und doch erscheinen mir die beiden als wichtigste, mit dem Begriff LAND ART beinahe synonyme Künstler dieser soziologisch inspirierten Kunstauffassung. Daher gibt es zur Erinnerung chronologisch einige Arbeiten. (Zudem lohnt es sich wirklich, die künstlerische Leistung der beiden einmal nachzuvollziehen um sich das Ausmaß ihrer Projekte einal vor Augen zu führen - denn es ist gewaltig!)